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⬆1. 10. 6 Strom, Stabilität

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1.10.6 Stromerzeugung, Stabilität
en Electricity generation, Instability
fr Production d'électricité, instabilité

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Allgemeines zur Dunkelflaute

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2017

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24. Januar 2017 - Der Tag, an dem Merkels Energie­wende auf der Kippe stand

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      24 x 24 Pixel Buch (Icon) 
      50 x 50 Pixel Der Januar 2017 war durch eine 11-tägige Flaute gekennzeichnet, die in einer frostigen Wetterperiode in Europa stattfand.
strom_2017_01_24.png
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Das war in keiner Weise ungewöhnlich und ist im Zusammenhang mit den windschwachen Russland-Hochdrucklagen in jedem Winter mehrfach zu erwarten.

Deshalb gab es keine Stromimporte aus den Nachbarstaaten.

Bereits am 24.1. drohte in Deutschland der völlige Zusammenbruch des Stromnetzes, der nur knapp vermieden werden konnte.

Die sog. Erneuerbaren leisteten in diesem Zeitraum einen vernachlässigbaren Leistungs­beitrag von 1.1 Prozent; typisch für Flauten.

Die rote Linie bei 91.000 MW zeigt die vorhandene Gesamtkapazität sämtlicher "Erneuerbaren" (also auch Wasserkraft, Müllkraftwerke etc.)

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Neue Realität vs. Dreckstrom

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Neue Realität versus Dreckstrom

Neue Realitäten in der Stromwelt

Der Dreckstrom und wir

  • Basler Zeitung / Dominik Feusi
    2017-02-26
    de Der Dreckstrom und wir

    Der deutsche Windstrom stellt mit seinen Dumping-Preisen eine Gefahr für den Schweizer Strom dar.

Es dröhnte jahrelang durch alle Medien, das Gejammer der Strom­konzerne über den zu tiefen Strompreis und dass die deutsche Energiewende «unseren» Strommarkt ruiniere.

Und plötzlich ist da das grosse Schweigen.

Denn seit Januar ist der Grosshandels-Strompreis in Höhen geschnellt, die den Schweizer Strom­konzernen wie Weihnachten und Geburtstag zusammen erscheinen müssen.

In den kalten Neujahrswochen lagen die Preise tagelang über 100 Euro pro Megawattstunde, teilweise sogar über 130.

Zuvor hatten sie während mehrerer Jahre nie die 100-Euro-Grenze geknackt.

Und auch jetzt noch, im wärmsten Februar seit Jahren, der auf den kältesten Januar seit Jahren gefolgt ist, bewegen sich die Preise zuverlässig zwischen 40 und 60 Euro pro Megawattstunde.

Vor einem Jahr dagegen freute man sich schon über ein paar Stunden mit 33 statt 28 Euro.

Andreas Schwander, früherer PR-Manager bei der für das schweizerische Strom­netz verant­wortlichen Netz­agentur Swissgrid, serviert uns die gute Nachricht, dass der Strompreis im Januar deutlich höher war als im letzten Jahr (gestern in der BaZ).

Strom kostete während Tagen mehr als 100 Euro pro Megawattstunde.

Damit waren die Schweizer Kraftwerke, egal ob durch Wasser oder Kernbrenn­stäbe betrieben, wieder einmal konkurrenz­fähig.

Alles in Ordnung also?

Mitnichten.

Die gute Nachricht vom Januar ist die Ausnahme.

In den Berichten der Europäischen Netzagentur lässt sich nachlesen, dass der internationale Preis oft so tief liegt, dass er die schweizerische Strom­produktion unrentabel macht.

Der Grund dafür ist der deutsche Wind- und Solarstrom.

Weil der schon im voraus durch Subventionen der deutschen Strom­konsumenten bezahlt ist, kommt er zu Dumping­preisen auf den Markt

- und wenn der Wind mal bläst in Mengen, die niemand in Europa braucht, auch die Schweiz nicht.

Das Problem bleibt ungelöst.

Der Grund für die hohen Preise ist ausgerechnet die Unzuverlässigkeit der Atom­kraftwerke in der Schweiz, vor allem aber auch in Frankreich.

Dort steht gegenwärtig fast die Hälfte aller AKW still.

Endgültig abenteuerlich wird Schwander, wenn er sich auf die Suche nach den Gründen für dieses kurze Hoch bei den Strompreisen macht.

Er schreibt, es seien die zur Zeit stillstehenden Kernkraftwerke in Frankreich und in der Schweiz (KKW Leibstadt), die dafür verantwortlich seien.

Und die «Rettung» vor dem deshalb drohenden Blackout, dem Zusammen­bruch des Stromnetzes, sei der deutsche Windstrom.

Nun ist es so, dass die Strom­produktion der meisten europäischen Länder live im Netz zu beobachten ist.

Und da sieht man nicht nur, wie Schwander zugibt, dass in Deutschland «in den ersten Januar­tagen alle Kraftwerke ans Netz» mussten, um den Blackout zu verhindern.

Das war auch Ende Monat während mehreren Tagen der Fall.

«Alle Kraftwerke» heisst übrigens vor allem Kohle- und Gaskraftwerke mit drei bis fünffachem Ausstoss an Kohlendioxid - was Schwander uns wohlweislich verschweigt.

Nein, die Stromversorgung in Deutschland war ziemlich lange ziemlich katastrophal.

Beispielsweise am 26. Januar, als die für mehr als 100 Milliarden Euros subventionierten Solar- und Wind­kraftwerke in Nord­deutschland zusammen gerade mal fünf Prozent zur deutschen Strom­versorgung beisteuerten.

Deutschland blieb bloss von einem Blackout verschont, weil es nicht nur die eigenen Dreck­schleudern aus Gas und Kohle auf Vollast laufen liess, sondern aus Polen und Tschechien entsprechenden Strom bezog.

Das zeigen die aufgezeichneten Strom­produktions- und Strom­handel­sdaten.

Die Rettung vor der unzuverlässigen Atom­energie ist vor allem die Windenergie.

Hätte Deutschland in den letzten Jahren nicht so viele Windräder gebaut, wäre es nämlich in den letzten Wochen tatsächlich so schwarz geworden in Europa, wie die SRF-Dokumentation «Blackout» am 2. Januar suggerierte.

Zwar mussten in den dunklen, sehr windarmen ersten Januartagen alle Kraftwerke ans Netz, die gerade verfügbar waren.

Und selbst da haben die deutschen Windanlagen so viel Strom geliefert wie zwei Werke von der Grösse des KKW Leibstadt.

Inzwischen bläst der Wind wieder und die deutschen Windräder liefern zuverlässig Strom in der Grössenordnung von 22 grossen KKW.

Nicht auszudenken, wenn man die nicht hätte.

Dank genauen Wettermodellen kann man diese Produktion inzwischen auch sehr genau voraussagen und damit nur ein Minimum an thermischen Kraftwerken in Reserve halten.

Die Unzuverlässigkeit in der Stromversorgung kommt heute vor allem von der Kernenergie.

Wind und Sonne dagegen sind zuverlässig und planbar.


Und dank den durch den Ausfall der Kernenergie massiv gestiegenen Preisen

sind sie auch ohne Subventionen rentabel.

Über tiefe Preise wird erst wieder gejammert, wenn alle Reaktoren zurück am Netz sind.

Abenteuerliche Behauptungen

Frankreich, gemäss Schwander wegen Unterbrüchen bei Kernkraftwerken nahe am Kollaps, hatte diese Probleme übrigens nicht, was man in den Daten schon daran erkennen kann, dass der CO2 kaum merklich anstieg.

Und die Schweiz?

Wir machten das, was wir bei einem Ja zur Energiestrategie ab 2019 vermehrt machen werden.

Für den Ersatz des Stroms aus Leibstadt importieren wir deutschen Kohle- und Gasstrom und verschlechterten damit die CO2-Bilanz unseres Landes.

Das Bundesamt für Energie (BFE) sagt in einem Papier zum Strommarkt nach 2020 selber, dass die Energiestrategie die Versorgungssicherheit vernachlässige und es eine «Kapazitätsreserve» brauche.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) liefert in einem Bericht die Vorstellung, was das sein könnte: fünf grosse Gaskraftwerke bis 2025 - das erste bis 2022.

Damit diese gebaut werden, müssen sie Geld erhalten, sogar wenn sie nicht laufen.

Ohne sie importieren wir deutschen Dreckstrom.

Schwanders «alternative Fakten» geben einen Vorgeschmack auf den kommenden Abstimmungskampf.

Da werden abenteuerliche Behauptungen im Minutentakt die Runde machen, um die Zielkonflikte in der Energiestrategie zu verschleiern.

Der diesen Januar sichtbarste ist folgender:

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist der Einstieg in die fossile Stromproduktion - bei gleichzeitiger Zerstörung der einheimischen Wasserkraft, wenn dann der Wind in Norddeutschland wieder einmal weht

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      120 x 120 Pixel Ökologischer Alptraum: Windkraftanlagen

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      120 x 120 Pixel Dekarbonisierung, Deindustrialisierung, Know How Verlust

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      120 x 120 Pixel Gabriel: "Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte"

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      120 x 120 Pixel Instabilitäten: Schwankungen & Überstromproduktion
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      120 x 120 Pixel Blackout-Abwehr kostete 2015 eine Milliarde Euro

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      120 x 120 Pixel Woran die Windkraft scheitern wird

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Stromausfall nach Dunkelflaute?

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Deutschlands Erneuerbare-Revolution destabili­siert die Stromnetze seiner Nachbarn
en Germany's renewables revolution destabilises neibours' electrical grid

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2016

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Instabilitäten: Schwankungen & Überstromproduktion
en Instabilities
fr Instabilités

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Stromnetz-Stabilisierung: Blackout-Abwehr kostete 2015 eine Milliarde Euro

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Blackout-Abwehr kostete 2015 eine Milliarde Euro

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Zwei Stromerzeugungssysteme kollidieren

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Das Märchen von der Glättung des Windstroms

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2015

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Die große Stromlüge

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Arte Video

Frost und Kälte fordern auch in Europa noch immer Todesopfer.

In den letzten Jahren wurde eine längst überwunden geglaubte Gefahr wieder aktuell:
Vielen Menschen fehlt das Geld, um ihre Wohnungen angemessen zu beheizen.

"Günstigere und umweltfreundlichere Energie" hatten die EU-Mitgliedstaaten einst versprochen.

Warum sind die Stromrechnungen noch immer so hoch?

Durch steigende Strompreise sind viele Privathaushalte in der EU überlastet:

In Spanien betrifft dies sogar ein Drittel der Bevölkerung.

In Italien konnten im Jahr 2015 fünf Millionen Familien ihre Stromrechnung nicht begleichen,

in Deutschland waren es sieben

und in Frankreich sogar acht Millionen Menschen.

"Günstigere und umweltfreundlichere Energie" hatten die EU-Mitgliedstaaten vor 20 Jahren versprochen.

Doch was ist aus der vielversprechenden Idee eines gemeinsamen und transparenten Energiemarkts geworden?

Zahlt der Verbraucher für jahrelange politische Fehlentscheidungen?

In Deutschland hat man zwar den Atomausstieg beschlossen, muss aber dennoch auch weiterhin Braunkohletagebau betreiben, was nicht nur zulasten der Umwelt geht, sondern Zwangsumsiedlungen ganzer Ortschaften zur Folge hat.

In Spanien leisteten Tausende Bürger mit Investitionen in eigene Solarstromanalagen einen Beitrag zum energetischen Wandel.

Die Regierung hatte versprochen, ihnen den Strom zu fairen Preisen abzunehmen.

Einige Jahre später überlegte sie es sich anders und sorgte so für eine Rekordverschuldung.

In Frankreich hat das ehemalige Staatsunternehmen Electricité de France (EDF) bis heute eine Monopolstellung inne.

Dies verstößt nicht nur gegen den freien Wettbewerb in der EU, sondern verwehrt Tausenden Franzosen, die gerne ihre eigene Energie produzieren würden, die Loslösung vom staatlichen Netzbetreiber.

Der Dokumentarfilm durchleuchtet die verschiedenen Versprechen, die im Namen eines liberalen europäischen Energiemarkts gemacht wurden, und analysiert die Hintergründe für das Scheitern dieser europäischen Vision.

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Kommentare zum Arte Video

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2015

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Die große Stromlüge

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Arte Video

Frost und Kälte fordern auch in Europa noch immer Todesopfer.

In den letzten Jahren wurde eine längst überwunden geglaubte Gefahr wieder aktuell:
Vielen Menschen fehlt das Geld, um ihre Wohnungen angemessen zu beheizen.

"Günstigere und umweltfreundlichere Energie" hatten die EU-Mitgliedstaaten einst versprochen.

Warum sind die Stromrechnungen noch immer so hoch?

Durch steigende Strompreise sind viele Privathaushalte in der EU überlastet:

In Spanien betrifft dies sogar ein Drittel der Bevölkerung.

In Italien konnten im Jahr 2015 fünf Millionen Familien ihre Stromrechnung nicht begleichen,

in Deutschland waren es sieben

und in Frankreich sogar acht Millionen Menschen.

"Günstigere und umweltfreundlichere Energie" hatten die EU-Mitgliedstaaten vor 20 Jahren versprochen.

Doch was ist aus der vielversprechenden Idee eines gemeinsamen und transparenten Energiemarkts geworden?

Zahlt der Verbraucher für jahrelange politische Fehlentscheidungen?

In Deutschland hat man zwar den Atomausstieg beschlossen, muss aber dennoch auch weiterhin Braunkohletagebau betreiben, was nicht nur zulasten der Umwelt geht, sondern Zwangsumsiedlungen ganzer Ortschaften zur Folge hat.

In Spanien leisteten Tausende Bürger mit Investitionen in eigene Solarstromanalagen einen Beitrag zum energetischen Wandel.

Die Regierung hatte versprochen, ihnen den Strom zu fairen Preisen abzunehmen.

Einige Jahre später überlegte sie es sich anders und sorgte so für eine Rekordverschuldung.

In Frankreich hat das ehemalige Staatsunternehmen Electricité de France (EDF) bis heute eine Monopolstellung inne.

Dies verstößt nicht nur gegen den freien Wettbewerb in der EU, sondern verwehrt Tausenden Franzosen, die gerne ihre eigene Energie produzieren würden, die Loslösung vom staatlichen Netzbetreiber.

Der Dokumentarfilm durchleuchtet die verschiedenen Versprechen, die im Namen eines liberalen europäischen Energiemarkts gemacht wurden, und analysiert die Hintergründe für das Scheitern dieser europäischen Vision.

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Kommentare zum Arte Video

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2013

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Keynote

Keynote: Prof. Dr. Dr. Hans-Werner Sinn

de Im Namen des vom Menschen verursachten Klimawandels
en In the Name of Human Caused Climate Change
fr Au nom du changement climatique anthropique

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2012

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Energiewende zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Energiewende zwischen Wunsch und Wirklichkeit

"Tatsache hierzu ist für den Energiesektor, dass mit jeder weiteren Windturbine und mit jeder weiteren Photovoltaikanlage sowie mit jeder neuen Transportleitung oder zusätzlichen Verteilungsleitung

die Strompreise nur deutlich ansteigen können,

die Stromversorgung nicht sicherer,

mit dem Wegfall der Kernkraftwerke auch nicht CO2-ärmer, sondern CO2-reicher wird."

Die Verfügbarkeitsproblematik von Wind- und PV-Strom lässt sich an den Leistungsganglinien leicht ablesen.

Egal wie hoch die in diesem Bereich installierte Leistung ist,

es muss immer die zusätzliche gleiche Leistung an Gas-, Kohle- oder Kernkraftwerken vorhanden sein,

wenn man 24 Stunden am Tag Strom zur Verfügung stellen will.