Indien lehnt wesentliche Befunde über globale Erwärmung ab.
Der indische Umweltminister Jairam Ramesh beschuldigte die Industrienationen, nutzlos Alarmzu schlagen wegen schmelzender Himalya-Gletscher.
Er lehnte auch die Vorhersagen ab, nach denen die Himalaya-Gletscher innerhalb 40 Jahren als Folge der globalen Erwärmung verschwinden sollen.
"Wir müssen uns von dieser vorgefaßten Meinung lösen, die auf westlichen Medienberichten basiert, und unsere wissenschaftliche Forschung und andere Ressourcen auf das Studium der Atmosphäre im Himalaya ausrichten."
India rejected key scientific findings on global warming, while the European Union called for more action by developing states on greenhouse gas emissions.
Jairam Ramesh, the Indian environment minister, accused the developed world of needlessly raising alarm over melting Himalayan glaciers.
He dismissed scientists' predictions that Himalayan glaciers might disappear within 40 years as a result of global warming.
"We have to get out of the preconceived notion, which is based on western media, and invest our scientific research and other capacities to study Himalayan atmosphere," he said.
"Science has its limitation.
You cannot substitute the knowledge that has been gained by the people living in cold deserts through everyday experience."
Mr Ramesh was also clear that India would not take on targets to cut its emissions, even though developed countries are asking only for curbs in the growth of emissions, rather than absolute cuts.
India has taken the hardest line in the negotiations so far.
Along with China, India refused at the meeting of the Group of Eight industrialised nations this month to sign up to a target of cutting global emissions by half by 2050.
The countries were holding out to gain concessions from the west on financing.
The claims from Mr Ramesh that Western science was wrong on the question of melting Himalayan glaciers appeared to reinforce Delhi's recalcitrant stance.
Watts Up With That? (Antony Watts)
2009-07-24 en
Climate Change And India
... India's environment minister Jairam Ramesh reacted swiftly and sharply stating that his country was "simply not in a position to take on legally binding emissions [reduction] targets."
The United Nations Framework Convention on Climate Change to which 192 countries currently subscribe explicitly exempts the developing countries from mitigation commitments.
Consistent with this provision, the Kyoto Protocol, negotiated under the auspices of the UNFCCC, set mitigation targets exclusively for developed countries.
de Wettervariationen, nicht globale Erwärmung lassen Himalaya-Gletscher schrumpfen
en Weather variations, not global warming cause glacier melt
de IPCC-Chef bezichtigt Indien der Arroganz
en IPCC chairman Rajendra Pachauri accuses Indian environment ministry of 'arrogance'
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Spiegel Online
1996-01-25 de
Atomenergie: Thorium-Reaktor in Betrieb
Als "kleinen, aber entscheidenden Schritt zur langfristigen Ausbeutung unserer Thorium-Reserven" hat Rajagopala Chidambaram, der Leiter des indischen Atomenergie-Ministeriums, die Inbetriebnahme des Forschungsreaktors Kamini im Indira-Gandhi-Forschungszentrum bei Madras bezeichnet.
Der Reaktor ist weltweit der erste, der mit aus Thorium gewonnenem Brennstoff betrieben wird.
Thorium ist ähnlich dem Uran-Isotop U-238 nicht direkt als Brennstoff geeignet, kann aber durch Neutronenbeschuß in Uran-233 umgewandelt werden.
Dieses Uran-Isotop eignet sich (wie Uran-235 oder auch das aus U-238 gewonnene Plutonium Pu-239) als Bombenmaterial oder Reaktorbrennstoff.
600 Gramm von dem in Indien aus Thorium erbrüteten U-233 sollen dem Kamini-Reaktor eine Spitzenleistung von 30 kW ermöglichen.
Die rund 400 000 Tonnen des in indischen Monazitsanden gebundenen Thoriumerzes, so schwärmen die Nuklearplaner des Landes, könnten den Energiebedarf Indiens für ein paar Jahrhunderte decken.
Spiegel Online
2011-02-02 de
Thorium-Reaktoren geplant: Indien baut AKW für neue Brennstoffe
Indien plant ein neues Atomzeitalter:
Das Land bereite den Bau von AKW vor, die mit Thorium anstatt mit
Uran betrieben würden, erklärt ein Forschungsdirektor.
Die Anlagen könnten auch für andere Länder attraktiv sein.
Die Entwicklung der neuen Reaktoren sei weit vorangeschritten, sagte Sinha.
Die grundlegende Physik für den sogenannten Advanced Heavy Water Reactor (AHWR) stehe bereit.
In sechs Monaten solle die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Testreaktor abgeschlossen sein. Ende des Jahrzehnts könnte der erste AHWR in regulären Betrieb gehen, glaubt der Institutsdirektor.
Der Reaktor werde 300 Megawatt produzieren - ungefähr ein Viertel der Leistung moderner, mit Uran betriebener AKW.
Die Reaktoren würden billiger und kleiner als Reaktoren herkömmlicher AKW
meint Sinha. Länder mit kleineren Stromnetzen würden sich für Kraftwerke dieser Größe interessieren.
Auch die leichtere Verfügbarkeit von Thorium gegenüber Uran mache die neue Technologie interessant;
Indien verfüge ober große Vorkommen des Rohstoffes:
Der Abbau verbrauche weniger Energie als die Gewinnung von Uran, was dem Klimaschutz zugute komme, betont Sinha.
Ein weiterer Vorteil sei, dass AHWR kaum Plutonium produziere, was die Anlagen für Staaten interessant machen könnte, die kein atomwaffenfähiges Plutonium herstellen dürfen.
Die Forschung an Thorium-Reaktoren läuft seit Jahrzehnten.
Reizvoll erschien die Technologie vor allem, weil Experten das Risiko einer gefährlichen Kernschmelze für geringer hielten als bei Uran-Reaktoren.