Kontinentaldrift der letzten 150 Mio. Jahre
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Die kalte Sonne (Fritz Vahrenholt/Sebastian Lüning)
2012-03-08 de
Kontinentalverschiebung und Klimawandel: Die wundersame Wiederholung
der Wissenschaftsgeschichte
Noch vor 250 Millionen Jahren hätte man mit dem Auto über Land von Europa nach Amerika fahren können.
Das weiß heute jedes Kind.
Der Atlantische Ozean war damals noch geschlossen und die Kontinente
waren zu einer großen Landmasse mit dem mystischen Namen Pangaea
zusammengeschlossen.
Später öffnete sich der Ozean und Lissabon und New York drifteten allmählich immer weiter auseinander.
Heute gehört die sogenannte Plattentektonik zum Allgemeinwissen und ist allgemein akzeptiert.
Noch vor 50 Jahren jedoch war dies gänzlich anders.
Damals war man davon überzeugt, dass die Kontinente seit jeher
unbeweglich an ihrem heutigen Platz verharrt hätten.
Darüber herrschte in der Fachwelt weitgehend Konsens.
Und das schien ja auch logisch, denn wie sollten sich diese großen
Gesteinsbrocken, die Kontinente denn überhaupt verschieben können?
Welche Kräfte könnten diese Abertausende von Tonnen Gestein angetrieben
haben?
Nein, die physikalisch-mechanischen Berechnungen hatten es damals ganz deutlich gezeigt: Eine Verschiebung der Kontinent war gänzlich unmöglich.
Allein gegen den Rest der Welt: Alfred Wegener
Genialer Vordenker und tragischer Held unserer Geschichte ist der große Alfred Wegener (1880-1930).
Das Establishment schlägt zurück
Die Feuertaufe seiner Theorie der Kontinentalverschiebung erfolgte am 6. Januar 1912...
...Noch während er sprach, gab es erste Anzeichen von Unruhe bei den Zuhörern. Einige beugten sich unauffällig zu ihrem Nachbarn und verständigten sich flüsternd über die ablehnende Meinung, die man ihren Mienen deutlich ansah, andere blickten ungläubig erstaunt oder schüttelten nur hin und wieder den Kopf.
Die Marotzkes, Latifs, Feulners und Rahmstorfs der Kontinentalverschiebungs-Debatte vor 100 Jahren ließen Alfred Wegener einfach auflaufen.
Wegener hingegen nahm die Kritik gelassen zur Kenntnis und fand sogar noch Vergnügen am übertrieben-polemischem Stil.
Unbeirrt veröffentlichte er 1915 sein Buch "Die Entstehung der Kontinente und Ozeane", in dem er seine Theorie noch einmal ausführlich darstellte.
Erst in den 1960er Jahren, lange nach Wegeners Tod, wurde die Kontinentalverschiebungs-Theorie wiederbelebt.
Die Geschichte ist gerade dabei sich zu wiederholen - und wir sind live dabei.
Die kalte Sonne (Fritz Vahrenholt/Sebastian Lüning)
2012-03-20 de
Die Plattentektonik setzt sich durch: Lehren für die Klimadebatte
Der Tanz der Erdplatten über den Globus hat sich heute als Lehrmeinung durchgesetzt.
Der natürliche Tanz der Temperaturen ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt worden und die Sonne als Klimawandelantrieb nicht mehr abzustreiten.
Wann fällt die mentale Blockade, so dass auch in den Klimawissenschaft endlich das Umdenken einsetzt?
Wo ist der Harry Hess der Klimawissenschaften, der sein Institut in eine neue Richtung mit einem ausgewogenen Klimamix von natürlichen und anthropogenen Klimafaktoren steuert?
Wenn sich die Temperaturen in den kommenden Jahren weiter weigern anzusteigen - und vielleicht sogar absinken, wenn die Forschung zu den verschiedenen Solarverstärkern weiter Fortschritte macht und wenn weitere Forschungsergebnisse die wichtige Rolle natürlicher Klimafaktoren weiter stärken, dann wird das überholte IPCC-Modell letztendlich in sich zusammenfallen und durch realistischere Abschätzungen ersetzt werden können.
Die Plattentektonik lehrt uns, dass die Widerstände im Klima-Establishment genau in das psychologische Drehbuch passen und die mühsame Überzeugungsarbeit am Ende trotzdem zum wissenschaftlichen Erfolg führen wird.
Die Grösse von Afrika